Katholische Kirchengemeinde Langenselbold

Weltmissionssonntag 2019

[05.10.2019]

Der Weltmissionssonntag am 27. Oktober ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Mehr als 100 päpstliche Missionswerke auf allen Kontinenten sammeln an diesem Sonntag für die pastorale und soziale Arbeit der Kirche in den 1.100 ärmsten Diözesen. Gläubige weltweit setzen damit ein Zeichen der Hoffnung für die Ärmsten und Bedürftigsten in Afrika und Asien.

 

Schwerpunktregion ist in diesem Jahr Nordostindien. Als die Wahl auf Nordostindien fiel, war noch nicht bekannt, dass Papst Franziskus den Oktober 2019 zum Außerordentlichen Monat der Weltmission ausrufen und unter das Thema „Getauft und gesandt“ stellen würde. Es hätte nicht besser kommen können. Nordostindien ist wie kaum eine andere Region in Indien geeignet, die Botschaft von Papst Franziskus zu vermitteln. Hier in Deutschland ist die Region vor allem wegen des guten Tees bekannt, der in den Tee-gärten von Assam angebaut wird. Weniger bekannt ist Nordostindien für seine lebendige, missionarische Kirche, die seit ihren Anfängen vom Engagement der Laien lebt.

 

Wer die auch „Seven Sisters“ genannten sieben Bundesstaaten besucht, trifft auf Christen, die von sich sagen: „Wir sind getauft und gesandt.“ Ordensfrauen, die als sogenannte Touring Sisters in die Dörfer gehen und das Leben der Menschen teilen. Jugendliche, die im Glauben die Kraft finden, aus dem Teufelskreis der Schuld-knechtschaft auszubrechen und Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Familien, die die Nachbarschaft jeden Abend in ihr Haus einladen, um gemeinsam zu beten und Lösungen für die alltäglichen Probleme zu entwickeln. Junge Frauen, die sich als Gesundheitshelferinnen ausbilden lassen, um in den abgelegenen Dörfern der Bergregion zu helfen. Mutige Menschen, die sich in der politisch unruhigen Region für den Frieden einsetzen. Junge Adivasi, die als Barfußanwälte ihrer Gemeinschaft helfen, gegen den Menschenhandel auf den Teeplantagen vorzugehen und verschleppte Kinder nach Hause zu holen. Sie alle setzen auf ihre Weise das Leitwort der missio-Aktion aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther um: „Getauft und gesandt: Wir sind Botschafter an Christi statt.“ Oder, in den Worten einer der Schwestern, die über Wochen unterwegs sind, um Familien in der kaum zugänglichen Bergregion Arunachals zu besuchen: „Wenn Gott unser Herz bewegt, können wir nicht still sitzen. Wir müssen in Bewegung bleiben.“

 

Wir laden herzlich ein, im missio-Gottesdienst am 27. Oktober auch unser Herz bewegen zu lassen und ein Zeichen der Verbundenheit und Solidarität mit unseren Schwestern und Brüdern im Nordosten Indiens und in anderen armen Ortskirchen weltweit zu zeigen. Wir bitten Sie um Ihr Gebet und bei der Kollekte um eine großzügige Spende.


[05.10.2019] J. Amedick

„Taufe ist der Anruf Gottes, das Evangelium in die Zeit zu tragen.“ (Willi Kraning)

 

Wir hören „Missio“ / „Mission“ und denken an ferne Länder, an andere Kontinente. Wir denken auch an mutige Frauen und Männer, die als Missionare in die Welt ziehen und das Evangelium denen verkünden, die noch nichts von Christus wissen. Nicht jeder kann Missionar werden, nicht jeder ist dazu berufen oder geeignet. Also geben wir, die wir hier im christlichen Europa leben, gern unser Scherflein, um diese Arbeit zu unterstützen. Und das ist dann unser Beitrag zum Thema.

 

Papst Franziskus hat in diesem Jahr einen Außerordentlichen Monat der Weltmission ausgerufen und dazu ein Schreiben verfasst. Und das macht klar, dass Mission sich nicht in der Ferne abspielt, sondern dass es ebenso unser Leben hier und jetzt angeht.

 

„Es ist ein Auftrag, der uns direkt angeht: Ich bin immer eine Mission; du bist immer eine Mission; jede Getaufte und jeder Getaufte ist eine Mission. Wer liebt, setzt sich in Bewegung, es treibt ihn von sich selbst hinaus, er wird angezogen und zieht an, er schenkt sich dem anderen und knüpft Beziehungen, die Leben spenden. Niemand ist unnütz und unbedeutend für die Liebe Gottes. Jeder von uns ist eine Mission in der Welt, weil er Frucht der Liebe Gottes ist. …“ (Papst Franziskus in: Botschaft zum Weltmissionssonntag 2019.)

 

Wir leben in einer Gesellschaft, in der das Christentum nicht mehr die prägende Kraft ist, in der Kirche eine Größe neben vielen anderen ist. Wir erleben und beklagen, dass die Kirchen leerer werden, die junge Generation sich nicht so binden will oder überhaupt kein Interesse zeigt; wir wissen um den Mangel an Priestern und müssen um die sonntägliche Eucharistie in den Gemeinden fürchten.

 

„Missionarisch Christ sein“ bedeutet, dass wir mit unserem alltäglichen Leben Zeugen des Evangeliums, der Frohen Botschaft, sind. Es geht nicht darum, „die anderen“ zur Kirche (zurück) zu holen, sondern darum, dass Kirche (und wir alle sind „Kirche“) da stattfindet, wo die Menschen sind, da, wo sie denken und fühlen. Das erste Ziel ist nicht: die Kirche soll wieder groß und schön werden wie ehedem („ein Haus voll Glorie“), sondern die Menschen sollen Gott spüren, ihn vermissen, ihn suchen und vielleicht finden – oder sich von Gott finden lassen. (Vielleicht wird dann die Kirche auch wieder wachsen – aber vielleicht wird sie auch ganz anders aussehen, als wir uns das jetzt vorstellen können.)

 

Und das sollen wir mit unserem Leben, mit unserer Unvollkommenheit, unseren unzureichenden Fähigkeiten, bewirken können? Wenn wir die Gedanken aus dem päpstlichen Schreiben ernst nehmen: ja, dann könnte es etwas werden

 

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